HALT

Ich erkenne mich, manchmal, immer wieder, leise, still und plötzlich, ganz einfach so, ist alles anders und ich erkenne mich nicht wieder, immer wieder, sage ich mir, nein, lass es sein und dann, dann passiert es, leise, still und plötzlich, ganz einfach so; und dann ist alles so, wie es auch schon vorher war und schau ich genauer hin, merk ich, dass gar nichts mehr wie vorher ist.

Leise, still und plötzlich, ganz einfach so, ist alles nichts und nichts meint Bedeutungslos. Gefangen, verschanzt – Rauschen, draußen, Straßenlärm. Wolken, blau und grau, weit entfernt. Unten und oben, alles gleich. Gleich ist nichts mehr, mehr ist nichts mehr und alles was bleibt ist nur: Ich erkenne mich, manchmal, immer wieder, leise, still und plötzlich. Ich erkenne mich nicht wieder; ganz einfach so, ist alles anders und ich weiß nicht, warum und ich frage mich warum, und ich kenne die Antwort, aber die Antwort tut weh. Was tut weh? Es tut so weh. Ich möchte das nicht, ich traue mich nicht, ich verdränge es und jetzt ist es zu spät. Zu spät ist es bestimmt noch nicht, warte, bis das Kerzenlicht erlischt, dann ist alles anders.

Leise, still und plötzlich, ganz einfach so, ist alles anders und ich erkenne die Muster, ich erkenne den Sinn. Ich erkenne das Falsche und ich krieg alles hin. Ich falle zurück, ich steh nicht mehr auf, die Kraft ist verbraucht, was bleibt ist nur Rauch. Und auch der Rauch zieht weiter, im Sonnenlicht, im Kerzenlicht, bis man vergisst – so wie es ist, ist nicht so wie es sein sollte. Und so wie es sein sollte, ist reinste Utopie. Balance zwischen beidem, sodass nichts aus den Händen gleitet.

Ein bisschen Halt, in diesem großen Hurrikane, schadet nicht, nicht für mich. Aber der Halt ist weg, der Halt ist fort. Der Halt ist tot, von nun an, an einem anderen Ort. Und ich traue mich nicht, ich möchte es nicht, eingestehen um zu verstehen. Und still und plötzlich finde ich ihn doch, den Halt, den Halt, ja der Halt ist fort. Lüge, der Halt war niemals weg. Denn er lebt in dir, er lebt in mir, wie unsere Seele. Nur manchmal, ja manchmal, liegt über ihn, ein finsterer Ort.

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